Dein SEO-Spezialist

Was macht ein SEO-Spezialist?

Optimiere deine Webseite und das heute noch. Es gibt viele Gründe für einen SEO-Spezialisten. Vielleicht hast du nicht genügend Zeit um deine Webseite professionell zu optimieren, dann bist du hier richtig. Übergebe diese Arbeit in die verantwortungsbewusste Hände der Agentur von Startup Studio.

Was genau ist SEO ?

Die Suchmaschinenoptimierung oder auch kurz SEO (aus dem englischen Search Engine Optimization) ist eine Methode für den SEO-Spezialisten, um Webseiten und ihre Inhalte in Suchmaschinen auf den ersten Plätzen erscheinen zu lassen. Mit diesem Verfahren kannst du aktiv die Platzierung deiner Webseite beeinflussen. Du erweiterst so die Reichweite für deine Inhalte, aber auch Bilder oder Videos.

Du wirst wahrscheinlich hier schon den Wert einer bevorzugten Listung in den Suchergebnissen der Suchmaschinen erkennen.

Hauptsächlich geht es bei SEO darum relevante Suchergebnisse zu den gestellten Suchbegriffen anzuzeigen und somit das beste Ranking zu erreichen.
Die führenden Suchmaschine, wie zum Beispiel Google, Yahoo und Bing verwenden für ihr Ranking ausgeklügelte Algorithmen, die für den Laien kaum einsehbar sind und nur schwer verständlich.
Die Suchmaschinenoptimierung wird in zwei Bereichen aufgeteilt, die Onpage-Optimierung und die Offpage-Optimierung.

Bei der Suchmaschinenoptimierung der eigenen Webseite geht es dir wahrscheinlich darum schnell ein große Reichweite zu erzielen, eventuell viele Klicks zu generieren um letztendlich den Umsatz steigern zu können. Der Erfolg von SEO ist ausschlaggebend für den Erfolg deiner Webseite, Inhalte oder auch Videos.

Erziele nachhaltigen Erfolg, indem du dich an einen SEO-Spezialisten wendest !

Onpage-Optimierung

Bei der Onpage-Optimierung geht es um sämtliche inhaltlichen Anpassungen deiner eigenen Webseite. Die Optimierung des Contents steht dabei für den SEO-Spezialisten im Vordergrund, vor allem bezogen auf die Qualität des Inhalts, Formatierungen oder auch Headlines. Natürlich werden bei der Onpage-Optimierung auch technische Aspekte, wie zum Beispiel die interne Linkstruktur der Seite beachtet.

Interessanterweise werden die Metaelemente, Keywords und Descriptions von Google nicht mehr berücksichtigt.
Auf einer Seite werden im Schnitt ein bis drei Keywords optimiert. Bei umfangreicheren Pages, werden diese in mehr als einer Seite aufgeteilt, um sie anschließend mit verschiedenen Suchbegriffen zu optimieren. Dabei werden die Primärkeywords sowie auch die Sekundärkeywords für die jeweiligen Segmente ausgemacht.
Durch die Verfahren von SEO hat sich eine ganz spezifische Ausdrucksform entwickelt. Diese folgt den vorbestimmten Regeln von SEO, die durch die Suchmechanismen der Suchmaschinen vorgeben werden, dabei werden anhand der Erfolgsfaktoren der Optimierung diese Regeln aufgestellt.

Offpage-Optimierung

Die Offpage-Optimierung beschäftigt sich mit allen Maßnahmen fernab der zu optimierenden Webseite. Hier geht es primär um die Bildung einer Linkstruktur mit anderen Seiten.

Die Suchmechanismen unterliegen einer eigenen Entwicklungsdynamik, die so oft angepasst wird, bis das bestmögliche Ergebnis bei der SEO erreicht werden kann. Smartphones und Tablets haben bei SEO bereits einen wichtigen Platz eingenommen, da eine Webseite, die nicht auf mobile Geräte angepasst ist, auch bei der mobilen Suche eine schlechteres Ranking erreichen wird.

Die Online Marketing Agentur Startup Studio – dein SEO-Spezialist

Wie du wahrscheinlich an dieser Stelle erkennen wirst, ist eine Suchmaschinenoptimierung ein zeitaufwendiges und durchaus auch kompliziertes Verfahren. Du kannst dich natürlich in die Thematik gewissenhaft einlesen und dir so die Basisfähigkeiten erarbeiten für SEO. Es gibt jedoch auch die Möglichkeit die Suchmaschinenoptimierung an einen SEO-Spezialisten abzugeben. Du sparst dir Zeit, dein Erfolg ist dir garantiert und die Kosten sind eine Investition in deinen Erfolg, der sich zudem schnell bezahlt machen wird.

Wir, die Online Agentur Startup Studio aus Hamburg (www.startupstudio.de) sind ein führender SEO-Spezialist. 
Unser Ziel ist es, dir zu einem erfolgreichen Online-Aufritt zu verhelfen.
Dafür erstellen unsere professionellen und kompetenten Angestellten dir eine moderne Webseite und sorgen zugleich für mehr Sichtbarkeit bei Google und anderen führenden Suchmaschinen.
Das Bestreben von uns ist es, dir eine hohe Zahl an Views für deine Webseite zu generieren und so natürlich auch gezielt neue Kunden zu erreichen.
Wie du sicherlich schon vermutest, bedeuten mehr Besucher auf deiner Webseite, mehr Kunden und dies wiederum bedeutet mehr Umsatz.
Denn letztendlich geht es dem SEO-Spezialisten genau um die nachhaltige Steigerung deiner Bekanntheit und deines Umsatzes.

Wir bieten dir neben Webdesign auch SEO und PPC an. Unsere Agentur ist daran interessiert dein Vorankommen effizient zu unterstützen, vor allem durch gutes Wahrnehmen deiner individuellen Bedürfnisse und dem damit verbundenen strategischen Planen.
Dabei ist die Größe deines Unternehmens für uns nicht von Wichtigkeit. Ob du selbst noch ein Startup bist oder ein erfolgreiches Unternehmen führst, du wirst die Unterstützung bekommen, die du benötigst.

Wir als spezialisten für SEO definieren unseren Erfolg über dein erfolgreiches Online Marketing.
Was uns von anderen Agenturen in diesem Bereich abhebt, ist unsere Neugier, Begeisterungsfähigkeit, Mut und den eisernen Willen erfolgreich zu sein.

Schlussresümee – Ein SEO-Spezialist ist der Schlüssel zu deinem erfolgreichen online Auftreten

Mit Hilfe eines SEO-Spezialisten kannst du deine eigenen Inhalte auf hochrangigen Positionen bei Suchanfragen erscheinen lassen. Nicht nur das Ranking alleine ist für deinen Erfolg entscheidend, sondern auch eine hohe Übereinstimmung bezüglich der gewählten Suchbegriffe des Users und der Suchergebnisdarstellung.

SEO soll dir nicht nur zu einem erstklassigem Ranking verhelfen, sondern auch durch die Darstellung der Webseite in den Suchmaschinen attraktiv für mögliche User wirken und diese zu einem Klick animieren.

Diese Attraktivität wird durch den zur Verfügung stehenden Text, auch Snippet genannt, bei der Darstellung der Suchmaschinen, hergestellt. Dabei ist es dem SEO-Spezialisten wichtig die Erwartung des Users zu erfüllen. Es sollte eine inhaltliche Übereinstimmung zwischen dem Suchbegriff, dem Text und dem Inhalt deiner Webseite bestehen.
Also eine Übereinstimmung bezüglich des Suchbegriffs, Snippet und dem Inhalt der Seite. Du musst vor allem verstehen welche Erwartungen der User an deine Webseite hat.

SEO unterteilt sich daher in spezielle verschiedene Bereiche, das Keywording, die technische SEO, die Onpage-Optimierung, Informationsarchitektur, Offpage-Optimierung, Content-Marketing, Mobile SEO und SEO KPIs.

Das Keywording bedeutet die Entwicklung von Keywordstrategien. Das technische SEO beschäftigt sich mit der technischen Optimierung, wie zum Beispiel Sitespeed, Crawling und Indexing. Die Onpage-Optimierung bezieht sich auf die Inhalte jedoch auch auf die Strukturen, während es bei der Offpage-Optimierung um die interne und externe Verlinkung geht. Das Content-Marketing zielt darauf ab, User über sinnvolle Inhalte gewinnen zu können. Des Weiteren steht für uns, als SEO-Spezialist, dass Mobile SEO in einem wichtigen Licht, denn die Optimierung der mobilen Geräte und die Mobilfreundlichkeit, haben in der heutigen Zeit einen großen Stellenwert. Bei der SEO KPIs geht es vor allem um die Messung von sinnvollen Kennzahlen.

SEO ist schon lange nicht mehr nur ausschließlich für große und besonders erfolgreiche Unternehmen, die ihren Wiedererkennungswert vielleicht noch ein wenig steigern wollen. All diejenigen, die eine größere Reichweite mit ihren dargestellten Inhalten sich wünschen, sollten einen SEO-Spezialisten ernsthaft in Erwägung ziehen. Inzwischen nutzen sogar viele Blogger diesen Service. Denn so haben insbesondere noch kleine und unbekannte Blogs die Möglichkeit zu wachsen. Besonders Bloggern ist ihre Reichweite sehr wichtig, um so sich gegenseitig mit anderen Bloggern und Usern vernetzen zu können.

Bedenke bei deiner Entscheidung, wie wichtig SEO ist. Denn auf den ersten drei Plätzen der Suchergebnisse entfallen ca. 80 – 85 % der Klicks. Im Klartext, sobald du es mit deiner Webseite auf einen der ersten drei Plätze der Suchmaschinenpositionierung geschafft hast, werden sich sämtliche SEO Maßnahmen stark rentieren.


Was sind SEO Texte?

Und wofür brauche ich SEO Texte auf meiner Webseite? Hier erfährst du bald mehr zum Thema.

Use Case zeigen von SEO Texte, zum Beispiel anhang von SEO Experte Hamburg Artikel

Ratgeber
How To
Experten Meinungen
Experten Interview


SEO & SEA Marketing: Wie funktioniert Google Werbung?

Es gibt gute Gründe, weshalb Unternehmen auf Google werben.


Gründerstory mit Claudia und Reza von Omnia360 - 360 Grad Marketing

In diesem Interview erzählen euch die beiden Gründer von Omnia360, einer 360 Grad Marketing Agentur, wie es zur Agenturgründung kam und geben euch nützliche Hinweise, solltet auch ihr mit dem Gedanken spielen, ein Startup zu gründen.

Starten wir durch. Heute haben wir ein ganz interessantes Startup, die wir auf der B2B Nord kennengelernt haben. Ich würde sagen, am besten stellt ihr euch einmal vor und erzählt kurz, was omnia360 genau ist.

Claudia: Moin! Ich bin Claudia, ich bin Co-Founderin von omnia360 und bei uns für die Themen Marketing und PR zuständig.

Reza: Hallo auch von mir. Ich bin Reza Kiani und kümmere mich um die Finanzen und den Vertrieb. Kurz gesagt ist omnia360 eine Marketingagentur, die sich auf Marketinglösungen mit 360-Grad-Inhalten fokussiert. Sprich wir produzieren für unsere Kunden 360-Grad-Bilder, -Videos und -Rundgänge.

Claudia: Dazu kommt noch jede Menge Beratungs- und Aufklärungsarbeit rund um das Thema 360°-Content und Virtual Reality, wo wir erklären, was das überhaupt ist und wofür man es am Besten nutzen kann, damit wir anschließend die passende Lösung kreieren können.

Richtig cool. Wer ist denn genau die richtige Zielgruppe für so ein Produkt?

Reza: Wir haben verschiedene Zielgruppen für unsere verschiedenen Content-Lösungen. Ganz klassisch wäre da natürlich die Immobilienbranche, in der 360°-Rundgänge genutzt werden können, um Räumlichkeiten unabhängig von Ort und Zeit zu besichtigen. Makler können somit Zeit und Kosten im Vermietungsprozess einsparen und auch für die Hausbesitzer ist es sicherlich angenehmer, nur noch die wirklich Interessierten zur Vor-Ort-Besichtigung zu holen und alle anderen mit der virtuellen Tour bereits vorab auszusortieren.

Claudia: Über die Immobilienbranche hinaus kann 360°-Content letztendlich überall genutzt werden, wo es etwas Interessantes zu zeigen gibt. Sei es in der Gastronomie, der Hotellerie oder dem Handel.

Wir können quasi die Schnittstelle zwischen realer und virtueller Präsentation ermöglichen, indem sich Orte vorab bereits am Smartphone, am Laptop, am Tablet oder sogar mit einer Virtual-Reality-Brille erkunden lassen.

Reza: Eine steigende Nachfrage ist auch im Bereich Unternehmensmarketing zu beobachten. Dort geht es darum, Arbeitsplätze authentisch und realitätsgetreu zu zeigen.

Sehr schön. Wie kann man euch am besten erreichen? Und wie kann man mehr über euch erfahren?

Claudia: Zum einen finden sich auf unserer Webseite omnia360.de zahlreiche Showcases und Projekte, um einen Vorgeschmack zu bekommen. Darüber hinaus sind wir in Social Media aktiv, ihr findet uns bei Twitter, Facebook und Instagram.

Reza: Und man kann uns auch einfach direkt anrufen.

Claudia: Klar, auch das. (Lachen) Und häufig trifft man uns auch bei verschiedenen Events hier in Hamburg. Wir gehen zum Beispiel gerne zu den VR-Meetup oder auch bei der Handelskammer gibt es häufig mal interessante Veranstaltungen für Gründer und Startups. Und natürlich auch die B2B Nord, bei der wir euch schließlich auch kennengelernt haben!

Klasse. Dann würden wir ganz gerne mehr über euch als Gründerpersönlichkeiten und über eure Erfahrung erfahren und was ihr sozusagen durchgemacht habt, bis ihr hier angekommen seid. Fangen wir erst einmal damit an: Was habt ihr vor Omnia gemacht?

Claudia: Mein Weg hat mich aus der Medienbranche zu omnia360 geführt. Ich bin gelernte Medienkauffrau und habe meine Ausbildung beim Axel-Springer-Verlag absolviert. Anschließend habe ich an der HAW Hamburg erst meinen Bachelor, dann meinen Master in BWL mit Schwerpunkt Marketing gemacht und parallel dazu im Online-Marketing gearbeitet und bei verschiedenen Medienunternehmen die Themen SEO, Social Media und Content Marketing betreut.

Reza: Ich bin auch gelernter Betriebswirt und habe 2012 meinen Bachelor-Abschluss gemacht. Mein Studium war dual, das heißt ich habe zeitgleich in meinem Kooperationsbetrieb praktische Erfahrungen in der Mineralölbranche sammeln können und bin dort auch im Anschluss im Controlling eingestiegen. Danach bin ich zu den Goodgame Studios in die Gaming Branche gewechselt, wo ich als Financial Analyst tätig war. Circa eineinhalb Jahre nach meinem Einstieg bei Goodgames hat sich Claudia für den Master an der HAW beworben und da sich dieser ziemlich spannend anhörte, dachte ich mir: Hey, das passt ja ganz gut, dann habe ich dort auch jemanden, der mich ein bisschen anpeitscht und vorantreibt!

Claudia: Genau, das war Mitte 2015 und etwa zwei Jahre später haben wir dann auch unsere Masterarbeit gemeinsam geschrieben. Dabei ging es um die Einsatzpotenziale von Virtual und Augmented Reality im Marketing, was uns letztendlich auch auf die Gründungsidee gebracht hat. Angespornt durch ein Gründer-Seminar an der Uni wollten wir versuchen, das Potenzial in dem Bereich auszuschöpfen und haben dafür noch Tobi, unseren dritten Gründer an Board geholt, der das nötige technische Know-How besitzt, um unsere Ideen in die Tat umzusetzen.

Cool. Also, ihr hattet dieses Gründerseminar und der hat euch gesagt „Einfach machen“ und ihr hattet jetzt die Idee dazu. Wie genau lief der Gründungsprozess bei euch ab?

Claudia: Wir sind da ziemlich strukturiert herangegangen und haben uns regelmäßig getroffen, um gemeinsam Brainstormings, Mindmaps, SWOT-Analysen und Canvas Modell durchzuspielen und die Idee so von Woche zu Woche konkretisiert, bis daraus ein richtiges Unternehmen wurde.

Sehr cool. Hattet ihr schon da den ersten Kunden und habt dann sozusagen gegründet oder habt ihr gegründet und seid dann auf Kundenakquise losgegangen.

Reza: Letzteres. Wir haben erst alle Vorbereitungen getroffen, die Webseite aufgebaut, erste Referenzprojekte gesammelt und sind dann damit auf Kundenfang gegangen.

Wie seid ihr da vorgegangen? Oder präziser: Wie habt ihr den ersten Kunden gewonnen?

Claudia: Wir haben erstmal unser Netzwerk beansprucht und Online und Offline quasi herausgeschrien, das es uns gibt und was wir da jetzt machen. Unser erster Kunde kam über die Weiterempfehlung von Freunden, die ihm das zur Visualisierung seiner Wohnung empfohlen haben. Anschließend haben wir auch begonnen, über das Telefon auf Neukundenakquise zu gehen.

Wenn ihr so zurückblickt: Gibt es einen besonderen Tipp, den ihr euch selber gerne hättet geben wollen, in Bezug auf Kundenakquise?

Reza: Wir würden empfehlen, die verschiedenen Zielgruppen jeweils möglichst fokussiert und eher nacheinander anzugehen, um Learnings wie zB die Einwandsbehandlung in zukünftige Gespräche miteinfließen lassen zu können.

Ihr hattet ja schon erwähnt jetzt Coaching, aber gab es noch andere Unterstützung von außen?

Claudia: Wir waren bei verschiedenen Veranstaltungen, um uns zu informieren. E gibt ja da die Hei.Hamburg als Gründungsinitiative in Hamburg oder auch von der Handelskammer Hamburg und der Kreativgesellschaft.

Und wie habt ihr die Gründung finanziert?

Claudia: Wir haben uns aus Eigenkapital finanziert, haben aber gerade in der Anfangszeit alle noch nebenbei gejobbt. Das waren dann auf jeden Fall recht anstrengende Wochen, wo man einen ziemlich hohen Workload hatte.

Reza: Das war auf jeden Fall nicht immer leicht, gerade so Themen wie die Krankenversicherung für Selbstständige haben uns da aber kaum eine andere Wahl gelassen, um über die Runden zu kommen.

Aber ihr seid noch am Lächeln. Das ist gut. Und was mich auch auf die nächste Frage bringt: Was ist eurer Meinung nach so die wichtigste Charaktereigenschaft eines Gründers?

Reza: Durchhaltevermögen. Also, eine der wichtigsten Sachen ist wirklich Durchhaltevermögen, den Willen zu haben, das einfach durchzuziehen, auch wenn es nicht leicht ist. Das kennst du ja selber, dieses einfach bereit sein, auch nach 17 Uhr oder am Wochenende sich hinzusetzen und im Zweifelsfall durchzuballern.

Wenn alle anderen feiern gehen. (lacht)

Reza: Ja, wenn alle anderen feiern. Da muss man echt sich manchmal zusammenreißen, auch wenn es um die finanziellen Abstriche geht, die man bei einer Gründung erstmal machen muss. Vorallem wenn man sich da mit seinen ehemaligen Kommilitonen und Kollegen vergleicht, muss man da manchmal schon erstmal schlucken.

Claudia: Aber das wird sich eines Tages hoffentlich auch noch ändern! Man braucht auf jeden Fall auch eine ordentliche Portion Mut, würde ich sagen. Viele können erstmal nicht nachvollziehen, wieso man freiwillig auf die Sicherheit und den Komfort einer Festanstellung verzichtet. Man muss sich schon gut selbst motivieren können, um das Ganze durchzuziehen und nicht ins bequeme Anstellungsverhältnisse zurückzugehen.

Aber ich bereue es auf jeden Fall nicht, da es einfach eine unheimlich tolle, spannende Erfahrung ist und total viel Spaß macht, etwas von Anfang an selbst mitgestalten zu können.

Letzte Frage an euch: Wo seht ihr euer Unternehmen in fünf Jahren?

Reza: Unser Ziel ist es, omnia360 in Deutschland zum Experten in Sachen 360°-Content zu machen.

Claudia: Dabei wolle wir unser Serviceangebot gerne weiter ausbauen, um die Betreuung wirklich von A bis Z übernehmen zu können, wenn mal jemand denkt “Hmm ich würde gerne mal was mit VR oder 360° machen!”. Beginnend bei der Konzeption und Strategie bis hin zur Umsetzung der Distribution.

Sehr schön. Wir drücken euch auf jeden Fall die Daumen, schön, dass ihr hier wart und verabschieden uns bis zum nächsten Mal.

Reza: Tschüss.

Claudia: Danke für die Einladung. Tschüss.

Reza: Ja, danke für die Einladung. Auf jeden Fall!

An dieser Stelle danken wir Claudia und Reza von Omnia360 ganz herzlich für das Interview!

In unseren Gründerstories findest du weitere Interviews mit Startups, zum Beispiel "GRÜNDERSTORY MIT MORITZ EBERT VON CONAMOS -LIEFERSERVICE FÜR HAMBURG"


Was macht eine Website erfolgreich?

Jeder Gründer möchte eine erfolgreiche Website. Aber was genau bedeutet Online-Erfolg? In diesem Beitrag erklären wir es euch.


Google bestraft unsichere Websites ohne HTTPS Zertifikat

Mit der Einführung von Chrome 68 werden Websites ohne HTTPS Zertifikat ab Ende Juli im Google Ranking besonders schlecht abschneiden. Wer seine Website auf HTTPS umstellt, hat hingegen nichts zu befürchten.

Wozu ein HTTPS Zertifikat?

Durch die SSL Verschlüsselung bzw. das HTTPS Zertifikat wird gewährleistet, dass Nutzerdaten verschlüsselt an die Website übertragen werden.

Google kennzeichnet sichere und unsichere Websites

Sichere Websiten, die auf HTTPS umgestellt sind, werden im Browser mit einem grünen Schloss und dem Vermerk "sicher" angezeigt. Ab Ende Juli, wenn Google Chrome 68 gelauncht wird, werden solche Webseiten, die nicht verschlüsselt sind als unsicher gekennzeichnet werden. Den Besuchern der Website wird eine Fehlermeldung angezeigt.

Jetzt auf HTTPS umstellen

Wer seine Website bis dahin also nicht auf HTTPS umstellt, wird zwangsläufig mit einem schlechten Google Ranking und damit einhergehend einem Traffic Rückgang auf der Website rechnen müssen.
Wir prüfen deine Webseite kostenlos und sagen dir, wie du am besten die SSL Umstellung durchführst.
Unser Angebot für dich:

  • Wir kümmern uns um die Umstellung deiner Website auf HTTPS
  • Wir passen alle relevanten Links an
  • Wir sorgen dafür, dass deine Website nicht als unsicher eingestuft wird
  • Innerhalb 24 Stunden ist deine Website bereit

Stelle deine Website auf SSL um und melde dich am besten gleich bei uns per Mail oder ruf uns direkt an unter 0176 25555355.


Weiterführende Links zum Thema:

Gründerstory mit David von onlineautokaufen24.de - Neuwagen online kaufen

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Stell dich uns bitte kurz vor. Wer bist du und was machst du?

Ich bin David Henseleit und habe mit onlineautokaufen24.de ein Onlineportal für den Autokauf ins Leben gerufen.

Wie kam es zur Gründung?

Während des Studiums habe ich mir die Frage gestellt: "Warum kann man eigentlich Autos nicht online bestellen und kaufen von anderen Autohändlern?" Ähnlich wie bei Check24 und ähnlichen Portalen, kann der Kunde über das Portal kaufen und zahlen. So läuft es auch bei uns.

Dem Kunden wird zum Beispiel der Standort des Autos angezeigt. Wenn der Kunden in Hamburg lebt, das Auto aber in München steht, kann er sich dieses auch liefern lassen. Er kann sich dann ganz einfach Fahrzeuganfrage und Fahrzeugpapiere beziehungsweise Kaufvertrag zukommen lassen, unterschreiben, zurückschicken, fertig. Dann kommt die Rechnung und er bezahlt das Auto.

Wie ist das mit dem Transport, wenn der Kunde sich das Auto liefern lassen möchte?

Das läuft über einen Partner von uns. Dieser dokumentiert das Auto vorher und nachher und transportiert es zum Kunden.

Dabei entstehen natürlich zusätzliche Kosten für den Kunden. Er hat aber prinzipiell die Möglichkeit sich sein neues Auto unkompliziert liefern zu lassen.

Wann war der Moment in dem du dich entschieden hast ein Startup zu gründen?

Beim Lernen auf dem Sofa. Ich bin sowieso ein Schnelldenker, auch sehr lösungsorientiert. Ich habe mit meiner Partnerin über die Idee gesprochen und sie ist ohnehin der Meinung, dass ich ein schlechter Arbeitnehmer bin. Also habe ich mich entschlossen meinen Job zu kündigen und habe mein ganzes Geld in onlineautokaufen24.de gesteckt.

Hattest du Bedenken im Moment, in dem du dich für die Gründung entschieden hast?

Gar nicht.

Welchen Ratschlag würdest du jemandem geben, der ein Unternehmen gründen möchte?

Mach einfach!

Mehr als schiefgehen kann das nicht.

Ich meine, wenn man Angst hat, dann braucht man auch keine Beziehung zu einem Partner eingehen, die kann ja auch schiefgehen.

Einfach nicht auf andere Menschen hören, mache dein eigenes Ding.

Wenn du von deiner Idee überzeugt bist, musst du dafür brennen und sie umsetzen.

Ist dir das Geld, was du verlieren könntest, nicht so wichtig?

Nein. Ich gründe ja mit der Hoffnung, dass ich das Geld, das ich ausgebe auch wieder reinholen kann und damit Gewinn machen kann. Das ist natürlich das Ziel, wenn man gründet.

Welche Charaktereigenschaft braucht ein Gründer?

Ehrgeiz. Man muss wirklich am Ball bleiben und darf sich nicht unterkriegen lassen, wenn jemand mal "Nein" sagt. Ich habe zum Beispiel diverse Partnerschaften, ich musste 1000-mal hinterherlaufen, bis mal jemand vorbeikam. Irgendwann zahlt sich das definitiv aus.

Wie lange hast du gebraucht, um die Partner aufzubauen, mit denen du jetzt arbeitest?

Ich bin immer noch dabei. Zum Beispiel bei "sicher bezahlen", die haben wir ins Boot geholt und die wollen auch noch mehr Marketing machen für uns. Die haben auch angeschlossene Händler ohne Ende. Dort stehen aber noch Gespräche aus, genauso wie mit anderen Partnern.

Wie bist du bisher vorgegangen, um neue Kunden zu gewinnen und Besucher auf deine Website zu bekommen? Wie bist du an das Thema Marketing herangegangen?

Zuerst macht man sich natürlich Gedanken, welche Ziele man erreichen will. Anschließend geht es darum sich zu informieren. Ich wusste durch mein Studium schon, wo ich anrufen muss, um die verschiedensten Dinge zu erledigen.

Einen gewissen Plan sollte man da schon haben. Ohne Plan und grundlegende Kenntnisse in dem Bereich, in dem man gründen möchte wird das nichts.

Kann man sich auf eine Gründung vorbereiten? Wie hast du dich vorbereitet?

Ich habe mich gar nicht vorbereitet, ich habe einfach gemacht. Ich wusste ja, welche Hebel ich drücken muss, damit es vorwärtsgeht.

Zum Beispiel bei der Unternehmensgründung habe ich Unternehmensberater angerufen. Diese haben sich um die Unternehmensgründung, die UG-Gesellschaft gekümmert. Eine Marketing Firma habe ich kontaktiert und einen Webdesginer beauftragt, der mich unterstützt. Das war mit viel Arbeit und vielen, vielen Gesprächen verbunden.

Wo siehst du dein Unternehmen in fünf Jahren?

Da wo Check24 heute steht. Das ist mein Plan. Oder so bekannt zu sein wie mobile.de. Die Leute sollen sagen: "Ich möchte gerne einen Neuwagen kaufen, also wende ich mich an onlineautokaufen24.de weil ich mich dort um michts kümmern muss. Die KFZ-Zulassung ist gratis, die Anschlussgarantie gibt es oben drauf."

Hast du konkrete Zahlen, die du erreichen möchtest?

Zahlen habe ich tatsächlich keine, außer Plus. Ich habe natürlich vorausschauend geplant und habe eine Summe X angespart, von der ich leben kann, falls das mit onlineautokaufen24.de überhaupt nichts wird.

Ich kann also in einem halben Jahr schauen, wo muss ich noch mal dran drehen muss, was funktioniert und was funktioniert überhaupt nicht.

Was ist aktuell deine größte Herausforderung?

Meine größte Herausforderung ist, die Leute davon zu überzeugen, bei mir ein Auto zu kaufen. Die Neukundengewinnung ist demnach meine größte Herausforderung aktuell.

Ich möchte, dass die Leute ihren Neuwagen bei mir und nicht bei der Konkurrenz kaufen.

Was denkst du über Hamburg als Gründerstadt. Gibt es hier viel oder wenig Unterstützung für Gründer? Nimmst du Hamburg als Startup Metropole wahr?

Das kann ich noch nicht so genau sagen, weil ich noch neu bin in der Startup-Szene in Hamburg.

Kann man dich auf Networking-Events oder Meetups treffen?

Nein. Aber ich weiß zum Beispiel von der Hamburger Volksbank, die haben für Gründer zum Beispiel Gründer-Investitionskredite oder Zuschüsse et cetera. Ob es in Hamburg ein extra Gründer-Programm gibt, das weiß ich allerdings nicht.

Mit der Hamburger Volksbank habe nächste Woche Donnerstag tatsächlich einen Banktermin, da werde ich auch mein Konto eröffnen. Natürlich möchten sie auch meinen Businessplan sehen.

An dieser Stelle danken wir David von onlineautokaufen24.de ganz herzlich für das Interview!

In unseren Gründerstories findest du weitere Interviews mit Startups, zum Beispiel “GRÜNDERSTORY MIT MAURICE VON HEIMATGUT GMBH - ONLINESHOP FÜR GESUNDE SNACKS"


Gründerstory mit Hanna von Localyze UG - Software für Relocation Management

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Stelle dich uns bitte einmal vor. Wer bist du? Was hast du gemacht bisher?

Mein Name ist Hanna Asmussen. Ich bin eine der drei Gründerinnen von Localyze. Uns gibt es seit letztem Jahr und wir machen eine Software für Relocation Management. Das kann man sich so vorstellen: Für Unternehmen, die internationale Mitarbeiter einstellen, übernehmen wir alles, was nach der Einstellung kommt. Sprich wir kümmern uns um Visa, Versicherungen, Wohnungssuche und die Sozialintegration. Das Unternehmen hat mit dem restlichen Prozess daher also nichts mehr zu tun.

Da wir das Ganze über eine Software abwickeln, haben wir auch ein günstigeres Angebot gegenüber Agenturen und wollen globale Mobilität und internationales Recruiting erleichtern. Wir möchten es aber vor allem auch den Mitarbeitern leichter machen nach Deutschland zu kommen, weil wahrscheinlich jeder den Schmerz nachvollziehen kann, wenn man ins Ausland geht und sich erst einmal zurechtfinden muss. Das wollen wir alles erleichtern.

Zu mir selber: Ich habe im Bachelor und Master Wirtschaftsingenieurwesen in Berlin studiert und bin dann für meinen Beruf nach Hamburg gezogen. Hier habe ich anderthalb Jahre in einer Unternehmensberatung bei Boston Consulting gearbeitet und kümmere mich jetzt in Vollzeit um Localyze.

Welches Problem löst ihr mit eurer Software?

Menschen, die aus dem Ausland nach Deutschland ziehen, haben häufig Probleme mit Visa, Versicherungen und Wohnungssuche. Dazu kommen oft Sprachbarrieren und bürokratische Hürden, die es zu meistern gilt. Genau das tun wir mit Localyze.

Was hat euch motiviert, das Startup zu gründen und wie habt ihr euch auf die Gründung vorbereitet?

Wir haben alle drei schon häufig im Ausland gewohnt und kannten das Problem deswegen in die andere Richtung. Denn das hat man eben auch, wenn man aus Deutschland ins Ausland zieht. Daraus entstand die Motivation, den ganzen Prozess leichter zu machen für Leute, die nach Deutschland kommen. Wir haben alle drei unterschiedliche Hintergründe und das ist eigentlich die beste Vorbereitung, die wir haben können, da wir dadurch alle Themen intern im Team abdecken können.

Kanntet ihr euch vor der Gründung schon?

Ja, wir kennen uns alle schon relativ lange, noch aus Flensburg. Letztes Jahr haben wir dann angefangen zusammenzuarbeiten.

Wie seid ihr auf die Idee gekommen?

Wir haben gemerkt, dass da ein Problem ist und dann kam so ein bisschen die Überlegung: Was kann man da machen? Das hat mit der Idee zu einem Blog begonnen, wo man bestimmte Informationen weitergeben kann. Dann ging es halt weiter damit, dass klar war, dass ein Blog sich schwer monetarisieren lässt und darüber hinaus ist ein Blog auch wenig persönlich. Daraus ist Schritt für Schritt die Idee zu Localyze gewachsen.

Wie lief der Gründungsprozess ab? Welche Hürden sind auf euch zugekommen und worauf habt ihr euch in der Anfangsphase der Gründung am meisten konzentriert?

Wir haben relativ lange am Konzept gefeilt, was auch daran lag, dass wir uns auf das Exist-Stipendium beworben haben.  Da musste ein kompletter und umfangreicher Business Plan eingereicht werden. Das heißt, die Vorlaufphase war erst einmal relativ lang. Das war aber auch ganz gut, weil das auch die Möglichkeit gibt sich intensiv Gedanken zu machen: "Worauf fokussiert man sich denn? Wo will man hin?" Damit haben wir die ersten Monate verbracht.

Nebenbei haben wir immer noch gepitcht bei verschiedenen Events, um da natürlich auch noch einmal Feedback für unsere Idee zu bekommen. Dadurch sind wir dann auch Teil des Next Commerce Accelerators geworden und haben jetzt im letzten halben Jahr sehr stark mit der Produktentwicklung begonnen, worauf auch im Moment der Fokus liegt.

Was waren in der Konzeptionsphase die größten Learnings, die du auch für dich mitnehmen konntest? Was waren die Hindernisse und Hürden?

Das Fokussieren ist nicht so einfach. Man sieht die Idee und das, was man alles theoretisch machen könnte. Aber man muss sich eben auf Teilstücke konzentrieren um sich nicht zu verzetteln.

Dann stellt sich auch immer die Frage: Was ist realistisch? Was kann ich wann erreichen? Was kann ich mit wie viel Geld erreichen? Und natürlich auch: Wofür kann ich Geld verdienen? Ich glaube, je mehr man an der Idee arbeitet und je mehr Feedback man bekommt, umso mehr konkretisiert sich auch die Idee und man erkennt, was funktionieren kann und was nicht. Das Feedback kann natürlich aber in unterschiedliche Richtungen gehen. Da braucht es dann eine klare Linie und und einen Punkt an dem man sich sagt: "Okay, ich fokussiere mich jetzt darauf. Damit fange ich an. Das teste ich einmal."

Die Richtung kann man immer noch ändern und nachjustieren.

Hatte von euch schon Gründungserfahrungen? Habt ihr euch in der Gründungsphase Beratung eingekauft oder hattet ihr einen Business Angel?

Gründungserfahrung hatte keiner, aber ich habe Beratungserfahrung. Meine Mitbewohnerin kommt eben aus dem HR-Bereich. Das heißt, sie kennt da den Markt. Die andere hat wiederum Produkterfahrung. Dadurch können wir vieles selber abdecken.

Wir sind zum Beispiel nicht zum Gründerberater gegangen aber wir standen ja im Austausch mit den Betreuern vom Exist-Stipendium und auch mit dem Accelerator.

Welche drei Tipps würdest du dir selber aus heutiger Sicht geben, wenn du nochmal ganz am Anfang der Gründung wärst?

Man muss sich glaube ich darüber im Klaren sein, dass alles etwas länger dauert als man anfangs denkt. Egal ob das die Produktentwicklung oder die Zusammenarbeit im Team betrifft.

Außerdem ist das Team extrem wichtig. Man sollte sich auch dreimal überlegt, mit wem man zusammenarbeitet. Wer passt? Wer hat welche Kompetenzen? Alle Teams, die ich kenne, hatten halt am Anfang relativ viel Wechsel im Team das scheint normal zu sein. Erst mit der Zeit findet man heraus was passt und was nicht, was braucht man und was nicht.

Sind das ausschließlich Kompetenzen, auf die du achtest, oder sind das auch zwischenmenschliche Aspekte?

Zwischenmenschliche Aspekte sind aus meiner Sicht um einiges wichtiger als die Kompetenzen. Kompetenzen kannst du lernen, das Zwischenmenschliche eher nicht.

Wenn es halt nicht passt, dann ist es egal, wie gut die Person ist, aber dann bringt es niemandem etwas. Man lernt ja am Anfang sowieso relativ viel. Deshalb ist es wichtig, dass das Team passt und man gemeinsam Spaß an der Sache hat. Dann kannst du den Rest lernen. Aber wenn du ein Team hast, wo vielleicht viele Kompetenzen da sind, die Zusammenarbeit aber nicht klappt, wirst du nie weit kommen.

Welche Charaktereigenschaften braucht ein Gründer?

Leidensfähigkeit. Ich glaube, ohne das geht es nicht, denn man braucht eine hohe Frustrationstoleranz, Leidensfähigkeit, damit man die ganze Gründungsphase durchstehen kann. Ich kenne kein Startup, was nicht ein paar Mal richtig auf die Fresse geflogen ist und das musst du dann durchstehen und weitermachen, sonst hat man da keine Chance.

Ich denke die Gründer, die am erfolgreichsten sind, sind auch die, die am längsten durchgehalten haben.

Was ist das Beste, das euch während der Gründung passiert ist?

Ich glaube, das kann man nicht an einem Moment festmachen. Wir haben bisher relativ viel Glück gehabt mit Externen, die wir uns ins Team hereingeholt haben. Das waren immer eher Entscheidungen aus dem Bauch heraus. Dadurch haben wir es geschafft, uns ein ziemlich gutes Team aufzubauen. Ein Team, das gerne daran arbeitet und für das Startup brennt. Das hat uns am stärksten vorangebracht.

Würdest du jemals wieder etwas anderes machen wollen, jetzt wo du ein Startup gegründet hast? Das Leben und die Arbeitsweise sind ja doch verschieden.

Definitiv. Wenn das jetzt nicht klappt, kann ich mir definitiv vorstellen, noch einmal zu gründen. Es muss aber natürlich auch immer alles passen.

Habt ihr bisher in Marketing investiert? Habt ihr schon herausgefunden, wer eure Zielgruppe ist und wie man Neukunden gewinnen kann? Habt ihr Tipps oder Tricks?

Vor allem Sales und Marketing ist etwas, womit man nicht zu spät anfangen sollte. Man sollte systematisch vorgehen.

Es bringt dir nichts, wenn dir zehn Leute sagen, dass die Idee total gut ist, wenn sie dann später aber nicht bereit sind dafür zu zahlen. Das heißt, früh rangehen und versuchen, wirklich einmal etwas zu verkaufen. Erst dann weißt du, dass es eine Zielgruppe und einen Markt für dein Produkt gibt.

Wo seht ihr euch so in fünf Jahren? Gibt es da konkrete Zahlen oder Ziele, die ihr euch gesetzt habt?

Unser Ziel ist bis dahin definitiv international aktiv zu sein. Also im Endeffekt: Das, was wir machen, kannst du erst einmal für Deutschland aufbauen, du kannst es aber auch für jeden anderen Ort weltweit machen, an den Leute aus dem Ausland ziehen. Von daher ist das definitiv ein großes Ziel und dann ist es im weiteren Schritt auch ein Ziel, das für unterschiedliche Gruppen anzubieten. Zum Beispiel nicht nur für Unternehmen, die Leute einstellen, sondern auch B2C, so dass man es weltweit schafft, gobale Mobilität und Relocation zu vereinfachen.

Hast du das Gefühl, dass die Stadt Hamburg viel für Gründer tut? Werden Gründer in Hamburg gut unterstützt?

Es gibt schon gute Angebote in Hamburg. Das Netzwerk ist zwar immer noch kleiner als in Berlin, aber ich finde, was die Stadt selber tut hier nicht unbedingt schlechter als in Berlin. Trotzdem ist in Hamburg immer noch alles etwas zerstückelt.
Man hat teilweise die Universitäten, wo ein paar Startups sind. Man hat halt dann irgendwie so ein paar Company Builder, ein paar Accelerator Programme und so weiter. Aber es ist natürlich immer schwierig alle zusammen an einen Tisch zu bringen. Man hat in Hamburg keine dieser richtig großen Startup Konferenzen, wie sie vielleicht einmal in Berlin sind. Aber prinzipiell war es für mich noch nie ein Nachteil, dass wir in Hamburg sitzen und nicht in Berlin.

Gibt es generell etwas, das die Stadt Hamburg besser machen könnte? Wie könnten Startups besser unterstützt werden?

Es ist nett, dass die Startup Szene hier in Hamburg ein bisschen übersichtlicher ist. Man kann sich schneller vernetzen und andere Gründer kennenlernen. Für alles andere kann man ja auch nach Berlin gehen.

In Hamburg kann man anders wachsen, sich anders einen Namen machen und es gibt mehr Unternehmen.

Hat die Stadt Hamburg euch dazu bewogen, hier zu gründen oder war das einfach nur Zufall, dass ihr hier gegründet habt?

Das war uns egal. Aber da wir alle in Hamburg leben, war das relativ klar auch hier zu gründen.

Welche drei Tipps hast du für Gründer, die gerade am Anfang ihrer Gründung stehen?

Das Wichtigste ist, wie schon gesagt, das Team. Man braucht Leute die wirklich mitziehen und sich nicht verunsichern lassen. Alleine gründen würde ich selber nicht, denn wenn es einmal schlecht läuft, braucht man jemanden, der einen auffängt.

Man sollte gerade am Anfang viel Zeit investieren, damit man loslegen kann.

Als dritten Punkt finde ich es wichtig sich über das Thema Marketing Gedanken zu machen. Man kann noch so sehr in sein Produkt verliebt sein, aber wenn es sonst niemand ist, wird es schwierig.

An dieser Stelle danken wir Hanna von Localyze ganz herzlich für das Interview!

In unseren Gründerstories findest du weitere Interviews mit Startups, zum Beispiel „GRÜNDERSTORY MIT MAURICE VON HEIMATGUT GMBH - ONLINESHOP FÜR GESUNDE SNACKS"


Gründerstory mit Maurice von Heimatgut GmbH - Onlineshop für gesunde Snacks

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Wer bist du, was machst du und was hast du bisher gemacht in deinem Leben?

Ich bin Maurice, bin 31 Jahre alt und habe mit meinem Kollegen Aryan das Unternehmen Heimatgut gegründet. Angefangen hat die Story bereits in der Schulzeit: Ich habe jemanden kennengelernt, der die internationale Schule in Hamburg besucht hat. Gemeinsam sind wir dann nach London gegangen um Universitäten zu besuchen. Im Anschluss bin ich nach Amerika gegangen, wo ich mein Studium beendet habe. In der Zwischenzeit habe ich Einiges getan: Ich habe Commodity-Training in Shanghai gemacht, ich habe ein Praktikum bei VW gemacht im Bereich Logistik, ich habe bei einer Holzfirma gearbeitet und dort einmal alles durchleuchtet, von der Produktion über Logistik, Finanzen bis hin Managementmarketing. Anschließend habe ich in Madrid den International Business Master gemacht. Zu dieser Zeit haben wir uns dann auch entschlossen ein Unternehmen zu gründen.

Wie alt ist euer Unternehmen?

Die Idee hatten wir 2012 und wir sehen 2014 als das erste richtige Geschäftsjahr an. Da haben wir mit der Produktion begonnen und an den Einzelhandel verkauft. Richtige Umsätze konnten wir dann 2015 verbuchen.

Was genau bietet denn euer Startup und welches Problem löst ihr damit?

Aryan und ich waren beide sehr viel international unterwegs und haben festgestellt: Der Deutsche Snack Markt ist extremst langweilig. Die Autoindustrie entwickelt sich weiter, die Handys entwickeln sich weiter und dann gehst du in den Supermarkt und da ist dann leider gefühlt die Zeit stehengeblieben.

In der letzten Zeit hat sich zwar ordentlich was getan, aber es hat sich einfach nicht im besonderen Maße weiterentwickelt. Wir dachten: "Ein paar gesunde Snacks muss es doch irgendwie geben." Aber sind wir rumgelaufen und haben einfach nichts gefunden. Dadurch sind wir auf die Idee gekommen, dass wir selber versuchen möchten gesunde Snacks herzustellen, die nicht so langweilig schmecken wie Reiswaffeln.

Wir wollten gesunde Snacks herstellen, bevorzugt in Bioqualität und diese zu guten Preisen verkaufen.

Was hat euch motiviert, Heimatgut zu gründen und wie habt ihr euch auf die Gründung vorbereitet?

Wir haben uns gar nicht auf die Gründung vorbereitet, sondern das ist einfach entstanden. Unser Startup Heimatgut ist sehr organisch gewachsen, zum Beispiel haben wir in der eigenen Küche verschiedene Dinge ausprobiert. Wir haben tatsächlich Gemüse getrocknet, ein paar Geschmäcker hinzugefügt und bei niedrigen Temperaturen gedörrt, so dass Mineralien und Vitamin erhalten blieben. Tag und Nacht standen wir in der Küche und haben Familie und Verwandte mit unseren Snacks versorgt. Die Begeisterung war groß und alle wollten mehr. Als wir ein bisschen Geld zusammen gespart hatten, haben wir einen Dörrautomaten gekauft. Einen Trocknungsautomaten für Wirsing-Chips gibt es aber so nicht und wir wurden an jeder Ecke komisch angeguckt. Deshalb haben wir mit Maschinenbauern eine Maschine entwickelt und mit dieser Maschine in einem alten Industriekeller von Bekannten begonnen zu produzieren. Wir haben während der Gründungsphase alles selber gemacht und so wenig Geld wie möglich ausgegeben. Und dann haben wir begonnen unsere Produkte auf dem Wochenmark, genauer gesagt dem Isermarkt, zu verkaufen.

Wir hatten nicht im Kopf, dass aus unserer Idee mal eine große Firma entstehen würde. Wir hatten einfach Zeit und Spaß an der Sache. Nachdem unsere Snacks bei Familie und Verwandten gut ankamen, haben wir uns natürlich gefragt, ob unsere Kunden das genauso sehen.

Wie lange lief dieser Gründungsprozess?

Von der Idee bis zur ersten Snack Tüte bei Edeka vergingen sieben Monate. Das ist alles recht zügig gegangen, denn wir hatten viel zu tun in dieser Zeit der Gründung: Wir mussten eine Maschine bestellen, wir mussten sie entwickeln, wir mussten sie verstehen und damit produzieren. Das Gute war, dass wir auf dem Markt immer wieder Kundenfeedback bekommen haben. Die Entscheidung auf den Wochenmärkten zu starten war Gold wert! Wenn du gleich in den Einzelhandel gehst oder direkt online verkaufst, fällt dieses Feedback vielleicht nicht so ehrlich aus und findet auch nicht Face to Face statt, wie du es auf dem Wochenmarkt bekommst.

Würdest du auch anderen Gründern empfehlen, sich direktes Kundenfeedback einzuholen, auch wenn das Produkt vielleicht noch nicht gelauncht ist?

Ich kann zwar nur für die Lebensmittel Branche sprechen, aber ich denke, dass es branchenunabhängig sinnvoll ist, sich Feedback vom Kunden einzuholen. Zum Beispiel die Frage danach, ob das Produkt überhaupt eines ist, das der Kunde braucht. Gibt es einen Markt für mein Produkt?

Dein Produkt kann noch so toll sein, du kannst davon noch so überzeugt sein, aber wenn die Kunden die Produkte dann nicht kaufen möchten, weil der Markt nicht reif ist oder kein Bedarf da ist, ist das Startup zum Scheitern verurteilt.

Ihr habt euch am Anfang ja auf den Vertrieb fokussiert mit der Präsenz auf den Wochenmärkten. Wie ist das heute?

Eigentlich lief alles zeitgleich. Wir haben unsere Produkte entwickelt und standen gleichzeitig auf Wochenmärkten - bei klirrender Kälte auf Holzpaletten. Wir mussten morgens um fünf Uhr aufstehen um uns einen Platz auf dem Markt zu sichern. Danach sind wir in die Firma gefahren um weiter zu produzieren. Das war damals eine extrem witzige Zeit aber nochmal würde ich es nicht machen wollen, denn es war wirklich anstrengend.

Woher hattet ihr Zeit in das Projekt Heimatgut zu investieren?

Aryan kam gerade aus Afrika zurück und ich war gerade zwischen zwei Studiengängen. Wir hatten beide Zeit uns mit einem neuen Projekt zu beschäftigen.

Hat das den Prozess beschleunigt und begünstigt?

Ich hasse es, zu Hause rumzusitzen und nichts zu machen. Das konnte ich noch nie und Heimatgut hat uns dann in dieser Zeit gut beschäftigt. Es hat auch extrem Spaß gemacht und wir haben relativ schnell erkannt, wo wir uns verbessern müssen. Wir hatten wirklich keine Ahnung, denn der Einzelhandel ist komplex: "Wie erstellt man Strichcodes? Was sind Gebinde-Einheiten? Wie verschickt man Ware auf einer Palette?"

Von all dem hatten wir keine Ahnung als wir mit unserem Startup Heimatgut angefangen haben. Wir haben ganz Vorne angefangen und uns nach Oben gearbeitet. Dann haben wir über einen Bekannten den ersten Kontakt zu Edeka Struve in Hamburg bekommen, der uns dann die ersten Tipps gegeben hat. Wir haben ihm unsere Produkte gezeigt und er hat sich wirklich Zeit für uns genommen,. Ein super netter Mensch, der sicher andere Dinge im Kopf hatte als sich uns und unseren Produkten zu widmen. Er hat uns zum Beispiel darauf gebracht, dass wir uns um die Gebinde-Einheiten kümmern und unseren Produkte mit Strichcodes versehen müssen. Also sind wir zurück in die Entwicklung, haben eine neue Verpackung hergestellt und sind dann damit wieder zu ihm gegangen. Er hat uns empfohlen zum Großhändler zu gehen und so kam schon der erste Kontakt zum Großhändler. So kam es dazu, dass Edeka nach und nach unsere Produkte verkauft hat.

Ist euer Startup eigenfinanziert?

Wir sind eigenfinanziert und haben seit letztem Jahr einen strategischen Partner mit dabei.

Habt ihr euch während der Gründung Unterstützung von außen geholt, zum Beispiel durch einen Anwalt, einer Marketing Agentur oder Unternehmensberater?

Wir hatten weder Unterstützung durch einen Anwalt noch durch einen Marketing Experten. Wir haben hier und da mal Designer gehabt, aber die ersten Ideen kamen von uns. Als Beratung hatten wir Familie und Verwandte. Ein befreundeter Kollege aus der Familie hatte mit der Lebensmittelindustrie zu tun und er hat uns in dieser Hinsicht unterstützt. Ansonsten hatten wir keinerlei Beratung, Coaching etc.

Welche drei Dinge würdest du aus heutiger Sicht während der Gründungsphase anders machen?

Ich verstehe den Alltag jetzt besser, ich kenne die Kontakte, ich würde gar nicht erst zu diesem einen Edeka hingehen sondern ich würde entweder gleich zum Großhändler oder zur Zentrale der Region gehen. Ich wüsste, wie man Vertrieb macht. Das alles wussten wir vorher nicht und mussten uns das ganze Wissen erstmal aneignen. Jetzt ist es wirklich nur ein Fingerschnipsen. Wir haben dann schnell ein EAN, diesen Code für die hintere Seite der Verpackung, generiert und wir wissen welche Lebensmittelverordnung auf die Verpackung gehört. Zum Launch eines neuen Produkts braucht es dann nicht mehr sieben bis acht Monate sondern nur noch ein bis zwei Wochen.

Ich würde alles nochmal genauso machen.

Wir haben zwar viel Geld aus dem Fenster geschossen, aber das war in meinen Augen immer ein gewisses Lehrgeld. Und hätten wir die Fehler nicht gemacht, wären wir nicht da, wo wir jetzt sind. Wie sollte man sonst lernen, wenn man keine Fehler macht? Nur mit dem Wissenstand, auf dem wir jetzt sind, könnten wir sowas viel, viel schneller auf die Beine stellen als vorher. Das ist aber wiederum auch davon abhängig, was vorher finanziell möglich war. Eine Unternehmensberatung war für uns zum Beispiel sehr weit entfernt, denn wir standen ja wirklich mit unseren Produkten auf dem Markt. Mit den 300-400 Euro Einnahmen haben wir neue Ware zum Verarbeiten gekauft. Von den paar Kröten die übrig blieben haben wir dann Benzin und Verpackung gekauft.
Wir haben uns auch nie größere Gehälter ausgeteilt oder Geld ausgeschüttet. Wir wollten das Unternehmen organisch zum Wachstum antreiben, weil uns klar war, dass wir das für uns machen möchten und nicht für Investoren.

Welche Charaktereigenschaften braucht ein Gründer?

Man sollte einen klaren Kopf bewahren können. Selbst wenn man denkt, alles geht gerade den Bach runter und denkt: "Okay, ich fahre jetzt erstmal zur Tankstelle, hole einen Kanister Benzin und zünde den ganzen Laden an." sollte man nicht aufgeben. Einen Tag später ist dann nämlich oft alles wieder gut und der Kanister Benzin darf zu Hause bleiben. Es ist wirklich ein Auf und Ab und das muss man abkönnen, würde ich sagen.

Man braucht ein sehr dickes Fell, besonders im Einzelhandel. Wir wurden auch schon von großen deutschen Einzelhändlern am Telefon angeschrien. Dann legst du auf, denkst dir deinen Teil und machst weiter.

Im Einzelhandel heißt es wirklich: Fressen und gefressen werden. Auf Lieferantenseite wird man runter gedrückt und auf der Einkaufseite vom Einzelhandel genau das gleiche. Das macht keinen Spaß.

Was war denn das Beste, was euch in der Gründungsphase passiert ist? Gibt es ein einschneidendes Erlebnis, das euch sehr geprägt hat?

Die Höhle der Löwen natürlich. Das war extremst toll und mega witzig. Ich kann jedem nur empfehlen sich einfach mal anzumelden. Das kann natürlich auch nach hinten losgehen, aber das hat für uns wirklich Einiges gebracht. Das war die witzigste und gleichzeitig auch schwerste Zeit. Da haben wir zeitweise sogar in der Firma geschlafen.

Die Leute verstehen nicht, dass man noch ein kleines Unternehmen ist. Kunden haben sich über vier Wochen Lieferzeit beschwert. Die Problematik, die damit verbunden war: Wir hatten keinen Kundenservice und keine Ressourcen eine Person nur zum Beantworten von Emails einzustellen. Wir haben in kürzester Zeit unglaublich viele Emails bekommen und gleichzeitig Bestellungen ohne Ende. Dann haben wir Bestellzeiten irgendwann auf vier Monate gesetzt, aber die Kunden bestellten trotzdem weiter. Dann wirst du beschimpft, weil der Online-Store zugeht und, und, und.

In Zeiten von Amazon, wo man heute bestellt und morgen sein Paket bekommt, steht man da als kleines Unternehmen wirklich blöd da. Selbst bei drei Tagen Lieferzeit kommen Beschwerden rein.

Wo siehst du das Unternehmen in fünf Jahren? Gibt es konkrete Zahlen, die ihr innerhalb dieser Zeit erreichen wollt?

Grundsätzlich wollen wir in Deutschland bekanntester, größter Hersteller für gesunde Snacks werden. Wir möchten mit unseren Produkten in den Massenmarkt hinein, der glaube ich mit der schwerste ist. Wir möchten es besser machen als manch anderer Konkurrent. Der Endverbraucher soll so ein Vertrauen zu uns haben, dass er zum Regal geht und mit gutem Gewissen zu unseren Produkten greift.

Ich finde es einfach schrecklich, wenn man auf die Zutatenliste schaut und dort Zutaten aufgeführt sind, die man nicht einmal aussprechen kann oder direkt mit Zahlen versehen sind. Die Kunden kaufen solche Produkte, weil es günstig ist. Wenn du zum Beispiel 200 Gramm für 88 Cent bekommst, hat da weder der Markt noch der Verkäufer wirklich Spaß dran. Da geht es dann einfach nur um die Masse und der Endverbraucher ist glücklich, weil er wieder was gespart hat.

Das ist aber wirklich eine Deutsche Kultur, denn im Ausland ist das ganz anders.

Wie habt ihr herausgefunden, wer eure Zielgruppe ist? Wann habt ihr euch entschieden den Massenmarkt zu bedienen?

Wir haben ja erst angefangen auf dem Wochenmarkt zu verkaufen. Daraus ergab sich dann Weiteres. Wir sind in Reformhäuser gegangen, später in Feinkostläden, zu Edeka, usw. Das Hauptziel war aber immer, in den Massenmarkt hineinzukommen. So mussten wir dann auch unsere Produkte anpassen, um sie massenfähig zu machen.

Ihr wolltet also nicht irgendeine Nische bedienen?

Genau. Unser Ziel war in den Deutschen Einzelhandel reinzukommen. Natürlich verkaufen wir auch online, aber das Hauptziel war immer der Deutsche Einzelhandel, weil man dort eben die Masse erreicht.

Die Leute, die in ein Reformhaus gehen, wissen schon, was sie wollen. Sie sind sich darüber bewusst, dass sie weniger Zusatzstoffe, Bioqualität oder auch vegane Produkte einkaufen möchten. Wir möchten aber an die Leute im Supermarkt, die ihren Wocheneinkauf machen. Besonders an Frauen, weil sie letztlich meist die Versorger der Familie sind. Sie gehen einkaufen während die Männer eher mal eine Tüte Chips kaufen.  Wenn Vater mit den Kindern einkaufen geht, kauft er doch meistens nur Müll und die Mutter geht dann in die Gemüseabteilung.

Gab es einen ausschlaggebenden Grund für euch in Hamburg zu gründen?

Wir waren viel unterwegs aber es hat mich immer wieder nach Hamburg gezogen und hier gibt es alles, was du brauchst. Wären wir in einer anderen Stadt großgeworden, hätten wir wahrscheinlich da gegründet. Wir wären nicht extra nach Hamburg gezogen. In Hamburg haben wir aber eben Vertraute. Edeka sitzt ebenfalls in Hamburg und es gibt eine megagroße Startup Szene. Du hast Möglichkeiten ohne Ende. Das einzige Manko ist, dass Hamburg teuer ist. Aber wir sind nah an Berlin, Hannover und Bremen, so dass man sich dahin auch schnell ausweiten kann.

Bist du der Meinung, dass die Stadt Hamburg viel für Startup Unternehmen oder Gründer tut?

Ehrlich gesagt gar nicht. Wir haben uns am Anfang recht wenig schlau gemacht, wir haben einfach gemacht. Später haben wir mal in Richtung Förderung geguckt und da hat Hamburg im Gegensatz zu den neuen Bundesländern sehr wenig zu bieten. Ich kenne Freunde aus Berlin, die Förderungen zu sämtlichen Messen bekommen, und hier nochmal und da nochmal. "Warum gibt es das in Hamburg nicht?" dachten wir oft.

Vielleicht hätten wir uns auch besser informieren müssen. Aber es ist so, dass unseres Erachtens doch sehr viel im Weg steht, was jetzt nicht unbedingt mit Hamburg zu tun haben muss, aber generell vielleicht mit Deutschland.

Auf welchen Events kann man euch treffen oder besucht ihr irgendwelche Meet-Ups in Hamburg?

Früher ja, als man noch mehr Zeit hatte. Heute bin ich froh, wenn ich rechtzeitig nach Hause komme um mit meiner Familie noch was essen kann oder meine kleinen Geschwister sehen kann, bevor ich dann abends noch auf Startup Events gehe.

Wie lange dauerte die Phase, in der du extrem viel gearbeitet hast und Freizeiteinbußen hattest?

Am Anfang haben wir das alles sehr genossen, trotz viel Arbeit. Da gab es zwischendurch immer auch mal wieder Auszeiten oder Tage, an denen wir uns frei nehmen konnten. Das geht heutzutage nicht mehr. Seit zwei Jahren sind wir eigentlich täglich hier und natürlich dann auch so lange, bis alles erledigt ist.

Demzufolge lernst du deine Freizeit natürlich auch mehr zu schätzen?

Auf jeden Fall. Zu Hause bekomme ich zwar immer mal wieder Ärger, weil ich es nie schaffe wirklich Urlaub zu machen. Aber wir sind ja zum Glück zu zweit - ich will mir gar nicht ausmalen, wie das ist, wenn man alleine gründet. Insgesamt kann ich Dinge aber schlecht liegen lassen. Eine Woche ganz raus, ohne Internet oder Handy, das wäre undenkbar.

Welche Tipps würdest du Gründern mit auf den Weg geben, die gerade am Anfang ihrer Gründung stehen?

Man muss am Ball bleiben und für die Idee brennen. Es gibt immer mal Ups und Downs und Zeiten, in denen es leichter oder schwieriger ist. Irgendwie gibt es für alles eine Lösung und selbst wenn man eine Nacht durcharbeiten muss, sollte es immer noch Spaß machen. Denn wenn du wirklich die Schnauze voll hast, brennst du nicht mehr richtig für deine Idee. Du bist dann nicht mehr mit dem Herzen und mit voller Energie dabei. Dann besteht auch tatsächlich die Gefahr, dass die Idee auch nicht funktioniert, obwohl sie im Grunde genommen gut ist.

Der zweite Punkt ist, dass ich jedem Gründer nur raten kann, nicht aus Geldgier zu gründen. Aus Geldgier zu gründen ist das Schlimmste, was man als Gründer machen kann. Ich habe selten Leute gesehen, die dadurch Erfolg hatten. Also wenn man wirklich sagt: "Mach dein Hobby zum Beruf und du musst nie wieder arbeiten.", dann ist da viel Wahres dran. Wenn man etwas tut, weil es Spaß macht und nicht, weil man damit Geld verdienen möchte, dann hat man die Formel für Erfolg sicher besser getroffen als wenn man anders herum herangeht und sagt: ""Ich möchte unbedingt Geld verdienen".

An dieser Stelle danken wir Maurice von Heimatgut ganz herzlich für das Interview!

In unseren Gründerstories findest du weitere Interviews mit Startups, zum Beispiel “GRÜNDERSTORY MIT KAY HÖPPNER VON PAUSENFUDDER – ONLINESHOP FÜR VEGANE SNACKS